Leser:innen über die neue Kleine Zeitung

Die neue Kleine Zeitung tritt digital seit Juli nicht nur mit neuem Anstrich sondern neuer Technologier auf. Sowohl App als auch Website wurden an die Wünsche und Bedürfnisse der leser:innen angepasst. Nun gilt es zu hören, ob die Umsetzung geglückt ist.
Welche Rückmeldungen bekommt ihr seit dem Go-live und hat euch in den ersten Wochen etwas besonders überrascht?
Sebastian Krause:
Eigentlich ist das beste Feedback, das man bei einem solchen Projekt bekommen kann, dass wir gar nicht so viele Rückmeldungen erhalten. Uns war von Anfang an bewusst, dass wir auch eine ältere Leserschaft haben. Deshalb war es uns besonders wichtig, diese Nutzerinnen und Nutzer gut mitzunehmen.
Die Rückmeldungen, die wir bekommen, drehen sich im Wesentlichen um zwei Themen. Zum einen sagen manche: „Es ist alles anders. Ich finde mich noch nicht zurecht.“ Dabei unterstützen wir natürlich und helfen den Menschen, sich auf der neuen Plattform zurechtzufinden.
Der zweite Punkt betrifft vor allem Nutzerinnen und Nutzer, die unsere Inhalte hauptsächlich am Desktop lesen. Sie fragen, warum alles so mobil aussieht. Rund 90 Prozent unseres Traffics kommen über Smartphones. Deshalb haben wir die Plattform konsequent für die mobile Nutzung entwickelt. Gleichzeitig nehmen wir diese Rückmeldungen sehr ernst und werden auch den Desktop weiter verbessern.
Am Ende des Tages ist das eine Dienstleistung. Genau darin unterscheidet sich dieses Projekt auch von früher. Wir entwickeln für unsere Nutzerinnen und Nutzer.
Besonders überrascht hat mich aber das positive Feedback. Im Journalismus ist positives Feedback eher selten – meistens melden sich Menschen, wenn sie Kritik haben. Diesmal haben uns aber viele geschrieben: „Das ist wirklich gelungen. Mir gefällt das.“ Oder: „Ich war am Anfang skeptisch. Jetzt kenne ich mich aus und verstehe, was ihr gemacht habt.“
Besonders gefreut hat uns das Feedback junger Menschen. Genau das war unser Ziel. Wir haben sehr früh im Projekt gesagt: Das Internet wird sich nicht an die Kleine Zeitung anpassen. Stattdessen muss sich die Kleine Zeitung an die Spielregeln des Internets anpassen. Dazu gehört vor allem, dass alles auf dem Smartphone hervorragend funktioniert.
