Andreas Prückler ist neben seiner Tätigkeit als Leiter des steirischen Werbemarkts der Kleinen Zeitung Präsident von „Steirer helfen Steirern“. Zum 20. Geburtstag des Vereins weist er darauf hin, dass es dieser Tage sogar noch umso wichtiger ist, die Initiative zu unterstützen, damit sie Menschen in Not helfen kann.

Du bist jetzt seit gut einem halben Jahr Präsident von „Steirer helfen Steirern“. Eine Ehre?

ANDREAS PRÜCKLER: Es ist eine große Ehre und ein Auftrag: Die Augen nicht vor den Herausforderungen unserer Zeit zu verschließen und helfen, wo Hilfe benötigt wird. Das gelingt mit einem tollen Team, mit vielen guten Partnerschaften und Kooperationen sowie mit der großartigen Unterstützung unserer Leserinnen und Leser.

Für den Verein hast du dich aber schon viel früher engagiert - was hat dich damals bewogen, mitzumachen?

PRÜCKLER: Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich für andere einsetzt, war und ist der Motor dieses Engagements. Ich bin seit 21 Jahren bei der Kleinen Zeitung und habe immer wieder einzelne Aktionen von „Steirer helfen Steirern“ unterstützt. Seit zwei Jahren darf ich im Vorstand mitwirken.

Wenn du zurückblickst auf 20 Jahre „Steirer helfen Steirern“: Was hat die Initiative alles erreicht?

PRÜCKLER: Die Entwicklung vom ersten Spendenaufruf vor 20 Jahren hin zur einer großen, ganzjährigen Hilfskation, die tagtäglich Menschen in der Steiermark unterstützt, ist ein schöner Erfolg. Wir werden diesen Weg der Unterstützung und des Zusammenhalts konsequent und mit Haltung weitergehen.

Welche Fälle sind dir denn besonders unter die Haut gegangen? Beziehungsweise: Welche Erfahrungen hast du mit den Themen menschliche Not und Armut gemacht?

PRÜCKLER: Jedes einzelne Ansuchen, das bei uns einlangt, berührt, geht unter die Haut. Wir sehen tagtäglich: Not hat viele Gesichter. Hilfe zum Glück auch.

In Zeiten von wirtschaftlichen Krisen, von Inflation und wachsender Arbeitslosigkeit: Würdest du sagen, „Steirer helfen Steirern“ ist wichtiger denn je? 

PRÜCKLER: Die Hilfsbedürftigkeit und die Herausforderungen sind derzeit besonders groß. "Steirer helfen Steirern" kann hier schnell und unbürokratisch helfen. Darüber hinaus wollen wir mit unseren Geschichten und Aktionen den Zusammenhalt und die Zuversicht in der Gesellschaft stärken.

Wo merkt ihr eigentlich aktuell den größten Hilfsbedarf in der Bevölkerung? Aktuell sind ja mehr als 150.000 Menschen in der Steiermark arm oder armutsgefährdet.

PRÜCKLER: Ein leerer Kühlschrank, eine kalte Wohnung, Delogierungen, eine schwere Krankheit oder ein plötzlicher Todesfall in der Familie: Die Liste der Not ist lang. Hier müssen wir hinschauen und Hilfe anbieten. Wegschauen gilt nicht.

Wie wichtig ist die Kleine Zeitung als Trägerrakete für eure Ziele? Und natürlich: Welche Rolle spielen dabei eure Leser:innen?

PRÜCKLER: Die Kleine Zeitung und ihre Leserinnen und Leser sind das Rückgrat von „Steirer helfen Steirern“. Deren Hilfsbereitschaft und die positive Kraft der Gemeinschaft sind in der Steiermark überall und das ganze Jahr hindurch spürbar. Dafür sind wir sehr dankbar und wollen auch in Zukunft darauf bauen.

Du hast bei deinem Antritt als Präsident gesagt, ihr werdet auch neue Impulse setzen. Wie sehen sie aus?

PRÜCKLER: Wir nutzen verstärkt neue Kommunikationskanäle, bauen Kooperationen aus und initiieren neue Aktionstage wie etwa aktuell mit der Styria oder den 99ers. Jede Aktion ist ein Schritt in eine bessere Zukunft.